Dieses
Jahr sind mir mehrere Jungtiere, die bis Mitte März geboren
wurden, erfroren. Es war unglaublich kalt. Ich habe die Mütter
mit Ihren Würfen in den Ställen im Gartenhaus gehalten.
Obwohl dort die Tränken nicht einfrieren, hatten die Neugeborenen
keine Chance.
Ich kann in diesem Jahr nur mit Häsinnen, die in 2004 geboren
wurden, züchten. Im letzten Jahr sind einige meiner besten Tiere
an Kaninchenschnupfen erkrankt und ich musste sie töten lassen.
Den restlichen Bestand habe ich impfen lassen und hoffe, damit meine
Tiere ausreichend geschützt zu haben.
Die Häsinnen, die zum ersten mal Junge bekommen, müssen noch
lernen diese zu versorgen. Manchmal sterben die ersten Würfe,
weil die Mütter die Nester verwerfen. Dies ist dieses Jahr
leider auch schon vorgekommen. Ende April ging es dann besser weiter. Drei Häsinnen haben insgesamt
13 Jungtiere bekommen. Die NHD Damen fressen Heu wie Geld und bekommen
bald ihre ersten Babys.
Jetzt haben wir Juni und ein einzelnes Junges von einer NHD Häsin
ohne Nest habe ich einer erfahrenen Farbenzwerg havanna Häsin
(hat am gleichen Tag geworfen) untergeschoben. Zu oft habe ich erlebt,
dass ein einzelnes Jungtier von einer unerfahrenen Häsin nicht
gesäugt wurde.
Im Juli habe ich zum dritten Mal versucht, mit einer NHD-Häsin
Junge zu ziehen. Zwei ihrer Würfe sind in der ersten Woche
verhungert. Nach Rücksprache mit meinem Tierarzt wollten wir
jetzt schauen, ob sie vielleicht zu wenig Milch hat. Vorsorglich habe
ich eine andere, erfahrene Häsin zeitgleich decken lassen.
Die
Jungen wurden geboren und sie hatte genug Milch, ging jedoch nicht
zum Nest. Also habe ich zwei Junge der anderen Häsin untergeschoben.
Die beiden Kräftigeren lege ich jetzt zweimal täglich an... bei
der Mutter, nicht bei mir. Es klappt gut, die Jungen sind jetzt vier
Tage alt und haben dicke Bäuche.
Auf den Fotos ist gut zu erkennen,
wie ich die Jungen bei der Mutter anlege. Danach werden sie mit einem
feuchten Tuch "abgeleckt" und der Bauch wird massiert. Wenn
ich richtig massiere, werde ich zum Dank angepinkelt. Dann tun sie
das, was alle satten Babys machen: schlafen.
Anfang September sind die "Kleinen" schon groß. Leider
hat sich herausgestellt, dass das Anlegen doch nicht so leicht ist.
Wenn
die Jungen überfüttert werden, können sie schwer krank
werden. Nun hat einer Spreizbeine bekommen. Dies kommt von zuviel
Muttermilch. Das wusste ich nicht. Falls ich nochmal Jungtiere anlegen
muss, werden sie vor und nach jeder Mahlzeit gewogen. Ich bräuchte
jetzt noch Angaben über die Gewichtszunahme von Jungtieren in
den ersten 14 Lebentagen. Also... Kanichenzucht ist eine Wissenschaft.
Der kleine dicke Otto mit den Spreizbeinen hat ein tolles Zuhause
bei einer Physiotherapeutin gefunden. Ich bin supefroh, jemanden
gefunden zu haben, der sich auf ein behindertes Kaninchen einlässt.
Der andere NHD Wurf hat eine große Überraschung gebracht:
Unter dem Dreierwurf ist ein Cashmere-Bock. Ich bin ganz platt.
Ich hab noch nie etwas mit Cashmeretieren am Hut gehabt.
Jetzt muss ich erst einmal überlegen wie es weiter geht. Ursprünglich wollte ich ihn abgeben, aber er ist sehr schön. Ich behalte
ihn und nenne ihn Frodo — wegen der Locken.
Im
September habe ich zum ersten mal an einer Ausstellung teilgenommen.
Leider waren meine Farbenzwerge havanna bei der ersten Ausstellung
in Dormagen etwas zu leicht. Meine Zuchtgruppe erhielt 379,5 Punkte.
Bei der Kreisschau in Krefeld hatten die Zwergkaninchen dann das Mindesgewicht erreicht.
Die Gruppe wurde dort mit 383,0 Punkten bewertet. Ich hatte
bei beiden Ausstellungen die gleichen Tiere ausgestellt. Vier Geschwister aus einem Wurf
(2.2).
Nachdem Ende September die Zuchtpause begonnen hatte, wurden alle
Tiere vorsorglich entwurmt und die Ställe auf den Winter vorbereitet. Jetzt
Ende Dezember ist die Zuchtpause fast vorbei, an wärmeren Tagen
räumen die Häsinnen schon mal ihre Box um, eine hat eine
Höhle eingerichtet. Daran merke ich immer, wie gut es den Häsinnen
geht... und was die so vorhaben. Ein wenig Geduld müssen sie
noch haben.
Ich möchte nicht, dass die jungen Zwergkaninchen erfrieren, und mein
Badezimmer soll auch nicht zur Säuglingsstation werden weil
es draußen plötzlich zu kalt ist.
Im
nächsten Jahr werde ich diese "Geschichteseite" fortführen.
Es hat mir Spaß gemacht.
Ich
möchte mich für die regelmäßigen Besuche und
netten Rückmeldungen bedanken und wünsche allen Züchtern
ein GUT ZUCHT für 2006, und allen Kaninchenfreunden wünsche
ich Ausdauer beim Saubermachen der Ställe und viel Glück.
Gott segne uns alle und jeden besonders.
Frohe
Weihnachten
Sabine
Kühl
Zuchtjahr 2006
In diesem Januar habe ich vorgesorgt damit mir kein Wurf mehr erfriert. In vier Boxen habe ich Heizplatten installiert. Drei haben 18 Watt Heizleistung die vierte wird mit 30 Watt schon richtig schön warm. Auf den Platten habe ich Wurfkisten stehen. Ist auch toll wenn mal ein Tier krank ist, wärme tut immer gut. Ich bin sehr froh eine Möglichkeit gefunden zu haben Strom in meinen Stall zu legen. Das war das Hauptproblem, jetzt habe ich sogar Licht im Stall. Am 6. Februar hat Wanda (Fbzw. rot) den erster Wurf geboren. Zwei kleine rote Farbenzwerge.
Hermine (Fbzw. Hav.) hat einen Tag später drei Junge bekommen, leider sind zwei direkt nach der Geburt gestorben. Aber dem dritten kleinen “Dickwanz” gehts prima, klar wenn seine erfahrene Mutter ein riesiges Nest baut und sich nur um ihn kümmert.
Minna und Mona sind zwei NHD - Schwestern (Bild rechts). Ich habe sie den Winter über zusammen gelassen und als sie gedeckt wurden wollte ich sie trennen. Aber beide haben nichts mehr gefressen. Natürlich habe ich sie wieder zusammen gesetzt. Mona hat
Ende Februar dann ihren ersten Wurf geboren. Drei Babys in einem schönen Nest. Zehn Tage später hat Minna in einer zweiten Wurfkiste drei Junge geboren, wovon eins leider gestorben ist. Beide Häsinnen kümmern sich um beide Würfe. Es ist fantastisch. Mit einer Heizplatte unter den beiden Wurfkisten war es für beide Würfe sehr schön warm und selbst die minus 9 Grad vom 13. März waren kein Problem.
Ich bin allerdings um 1 Uhr nachts auch zu den Ställen gegangen um zu schauen ob auch jeder seinen Hintern über einer Wärmquelle geparkt hat. Ich werde diese beiden unzertrennlichen Schwestern natürlich zusammen lassen.
Sie bekommen noch einen Durchbruch zu einer dritten Box und haben dann richtig viel Wohnraum.
Jetzt im April habe ich die Heizungen demontiert weil es ja wärmer wird. Die ersten richtig warmen Tage, mit bis zu 20 Grad, haben mich dazu gebracht einen Ventilator im Stall zu montieren der in ca. 30 Min. die gesamte Raumluft austauscht. Wenn erst einmal Strom im Stall liegt wird es erst richtig gut. Nachts und Mittags wird jetzt regelmäßig die Luft ausgetauscht.
Nun zu den Jungtieren: Mona hat im zweiten Wurf sechs Jungtiere bekommen. Alle bunt gemisch und sehr lebendig. Tonks wird neuerdings liebevoll “die Milchkuh von den Dickmoppeln” genannt. Ihre Jungen im zweiten Wurf sind kugelrund und natürlich verschlafen bis zum geht nicht mehr. Jetzt ist die schönste Zeit im Zuchtjahr. Ich habe zwei Dauerfreigehege neu gebaut mit Boxen. Blue hat es sofort getestet: ganze 48 Stunden hat sie gebraucht um mir die Schwachstelle im System frei - zu - buddeln (ich hatte eigentlich überall Maschendraht in ca. 20 cm Tiefe verlegt). Jetzt muss ich nochmal nacharbeiten....
Juli: es ist heiß.. man komme ich ins schwitzen beim ausmisten. Nur die Tränken auffüllen und ich bin schon platt.
Leider habe ich dieses Jahr kein Glück mit meinen Farbenzwergen havanna. Bisher nur drei Würfe. Jeder Wurf hatte ein Jungtier, bei einem war ein Zweites dabei und dies lag morgens tot in der falschen Ecke. Also kann ich dieses Jahr keine Zuchtgruppe stellen.
Alice hat leider zwei Todwürfe gehabt und eine andere Häsin ist gestorben (bevor es so heiß wurde). Nun gehe ich auf die Suche nach einer guten Häsin, mal sehen was ich finde. Im August habe ich zwei Tiere von Sabine Leve bekommen. Wunderschöne NHD satin. Leider ist mir der kleine Bock nach drei Wochen gestorben. Ich konnte keinen Grund für den plötzlichen Tod erkennen. Er war so ein lieber Kerl.
Die Häsin heißt Engel und ist ebenfalls ausgesprochen lieb.
Das Kaninchenhaus im Garten mit den sechs Boxen habe ich ausrangiert weil es jetzt zu alt war und ich lieber alle Ställe auf Kotschubladen umstellen möchte.
Pünktlich zum Jahreszeitenwechsel sind die neuen Ställe fertig geworden. Sie sind ein Traum.
Alle sechs Boxen haben Kotschub-landen. Eine Box hat die Größe 1,80 x 0,60 m (dies ist unser Penthouse mit insgesamt drei Räumen). Die übrigen vier Boxen haben jeweils eine Größe von 0,70 x 0,60 m. Drei Boxen haben in der Mitte eine 0,30 x 0,50 m große Nestkammer die dank einer 18 Watt Wärmeplatte sogar eine Fußbodenheizung besitz. Diese Kammern haben eine eigene Tür damit die Nestkontrolle ohne großen Aufwand erfolgen kann.
Das warme Oktoberwetter lässt bei meinen Häsinnen Frühlingsgefühle aufkommen.
In den letzten vier Jahren habe ich immer ab September eine Zuchtpause von fünf Monaten eingelegt. Meine Häsinnen haben diesen Zeitraum bisher vorgegeben. Sie wurden nicht hitzig, also auch nicht gedeckt.
In diesem Jahr sind sie, zu so später Jahreszeit, sehr umtriebig. Der vorerst letzte Wurf wurde am 13.10. geboren, das ist der bisher späteste Wurf bei mir. Somit wurde der bisherige”Rekord” 30.09. im Jahr 2005 eingestellt. Sollten Minna und Dottie in der letzten Woche tatsächlich hitzig gewesen sein wird das Datum noch in diesem Jahr überboten...ich werde es abwarten.
In der Zwischenzeit bereite ich alles entgültig auf den Winter vor.
Die Außenställe habe ich schon im September winterfest gemacht, d.h. abgeschrubbt und neuen Rasen fürs nächste Jahr gesäht. Sie bleiben im Winter leer. Die Rammler die dort im Sommer buddeln werden im Winter in 60 x 60 cm Boxen auf Stroh gehalten. Das Stroh-, Heu und Futterlager ist aufgefüllt. Alle Tränken und Näpfe von den 15 Boxen, die im Winter nicht besetzt sind, wurden gespült und verpackt fürs nächste Jahr. Ich werde mit 6 Häsinnen und 3 Rammlern aus diesem Jahr durch den Winter gehen.
Im Winter bekomme ich noch zwei NHD Satin 1.1 von befreundeten Züchtern. Vieleicht finde ich noch das ein oder andere Tier auf einer Ausstellung.
Eine Farbenzwerg havanna Häsin ist mir auch noch versprochen. Somit wird es auch im Herbst / Winter nicht langweilig. Ich achte darauf im Winter nicht mehr als 12-15 Boxen zu belegen, denn die Stallpflege im Winter ist doppelte Arbeit wegen des vielen Strohs und der einfrierenden Tränken. Insgesamt habe ich 26 Boxen, davon 17 in einem Schuppen mit durchsichtigem Dach und 9 Boxen draussen im Garten, davon haben 3 Boxen ein angeschlossenes Freigehege. Der neue Stall hat Anfang November ein zusätzliches Vordach aus einer wetterfesten Plane bekommen.
Wenn mir der Regen in den Nacken tropft bekomme ich jedemal eine Krise. Jetzt sind die Boxen auch bei Wind & Regen besser geschützt. Der Stall ist wirklich hervoragend. Ich werde im nächsten Jahr drei weitere Boxen mit Nistkästen anbauen.
Es war recht leicht meinen Mann von dieser Notwenigkeit zu überzeugen, ich musste ihn nur mit meinen “Kaninchen- blick” anschauen. Ja, ich gebe es zu, auch ich stehe in ständiger Diskussion mit meiner Familie wieviel Garten ich mit meinen Kaninchenboxen belegen darf. Mitte des Monats gehen die jährlichen Impfungen los. Normalerweise wollte ich schon im Oktober meine Tiere impfen lassen, aber der war ja so schnell um.
Jetzt im Dezember brauchen meine Kaninchen die Heizungen nicht mehr.
Wahrscheinlich aus diesem Grund wurde meine Unachtsamkeit bestraft und Minna und Mona haben sich ein Kabel angeln können und es glatt durchgebissen. Somit hat ihnen der außergewöhnlich warme Winter das Leben gerettet, denn es war kein Strom angeschlossen.
Ein lehrreiches Zuchtjahr geht zu Ende und mit den besten Wünschen für 2007 und einem Gut Zucht bedanke ich mich bei allen die meine Internetseite besucht haben.
Herzliche Grüße
Sabine Kühl
Zuchtjahr 2007
Der Januar ist bisher noch wärmer als der Dezember.
Heute, beim Säubern der Ställe, haben die Vögel gesungen,
die Geranien blühen und die jungen Rosentriebe haben Blattläuse.
Die Erde riecht nach Frühling.
Bei mir im Garten waren es heute, am 7. Januar 2007, 11°C.
Der Besuch der Landesschau Rheinberg gehörte auch dieses Jahr
zum Pflichtprogramm. Dort habe ich einen Züchter aus den Niederlanden
kennen gelernt. Spontan bin ich der Einladung gefolgt und habe am
nächsten Tag mit meiner Familie einen Ausflug in die Nähe
von Eindhoven gemacht. Eine Zucht, die seit 40 Jahren auf Farbenzwerge
weisgrannen spezialisiert ist, kann sich wirklich sehen lassen.
Es war toll. Ich habe viel gelernt. Obwohl der niederländische
und der deutsche Standard in manchen Dingen unterschiedlich sind,
ergänzen sich Zuchttiere aus beiden Ländern hervorragend.
Besonders gefiel mir die Farbe weisgrannen havanna (wgr.hav).
Diese Farbe ist bei uns recht selten. Eine Junghäsin
und einen erfahrenen Bock durfte ich mitnehmen. Herzlichen Dank
in die Niederlande!
Eine Woche später wurden die neuen Stallboxen geliefert. Ich
habe mich kurzfristig entschlossen, den Holzstall mit drei Boxen
zu erweitern, bevor mein Mann sich ernsthaft dagegen wehren könnte.
Geplant war diese Erweiterung von Anfang an.
Bei den ersten Minusgraden in diesem Winter habe ich die wichtigste
Bauetappe am späten Nachmittag des 23.1., total durchgefroren,
überstanden. Meine Fingernägel haben es freilich nicht
überstanden.
Nachdem die Stallelemente stehen, werden diese mit einer Plane abgedeckt
und ich warte auf besseres Wetter.
Auf den Bildern ist die Kammer für
die Nistboxen gut zu erkennen. Solz darauf, die zusätzlichen
Bretter richtig berechnet und montiert zu haben, trete ich den Rückzug
an. Ach ja, die Geranien sind erfroren, die Blattläuse an den
Rosen nicht.
Eine liebe Züchterin, aus der Nähe von München, bietet
mir Anfang Februar eine kleine nette Farbenzwerghäsin in havanna
an. Ich habe Glück mit dem Transport und bekomme ein prächtiges
Tier. Herzlichen Dank an Sabine B. aus W. Meine lustige Kollegin
Ute mag es, wenn Tiere nach ihr benannt werden.
Da meine Kollegin Andrea eine Katze aus Spanien mit dem Namen Ute
bekommen hat, ist es nur allzu logisch, meine Häsin aus Bayern
auch Ute zu nennen. Ute wird sich freuen!
Jetzt im März tollen die wenige
Wochen alten Jungetiere durch die Ställe. Leider sind zwei
Jungtiere von Dottie im Alter von drei Wochen gestorben. Der Satinwurf
von Engel wächst kräftig, und auch die kleine Häsin
aus den Niederlanden hat ihre ersten drei Babys hervoragend betreut.
Es sind drei Mädels, die mir natürlich sehr gelegen kommen.
Bis Mitte April haben fünf meiner Häsinnen Junge bekommen.
Ich werde aus drei Würfen jeweils ein Jungtier behalten. Davon
1.1 NHD Satinträger in blau (von verschiedenen Verpaarungen)
und ein weisgrannen havanna Mädel. Die kleine Häsin aus
Bayern hat zum zweiten mal tote Jungtiere bekommen. Ich habe eine
Familie gefunden, die sich sehr gefreut hat, ein so liebes Tier
zu bekommen.
Bis zum Juni ging es gemächlich weiter. Eine
erste Zuchtpause bei einigen Häsinnen wurde im April / Mai
gemacht.
Im Juni haben Minna und Mona zusammen sieben Jungtiere geworfen,
alle liegen in einem Nest. Das ist ein ganz niedlicher "Kaninchenberg".
Engel hat drei Satinbabys, die schrecklich niedlich sind.
Dieser Sommer bereitet einer Kaninchenzucht wenig Probleme, denn
es gibt kaum zu heißeTage. Für Häsinnen mit Jungtieren
ist dies ja ideal, für die Ferien von Menschenkindern weniger
unterhaltsam...
Dottie hat Mitte Juli sieben Junge bekommen. Der bisher größte
Wurf bei einer NHD Häsin in meiner Zucht. Leider ist ein Junges
schon nach wenigen Stunden gestorben.
Die anderen sind jetzt schon recht mobil und der
ganze Wurf ist sehr farbenfroh ausgefallen: sallanderfarben, japaner
in hell und dunkel. Dottie ist eine sehr gute Mutter, geduldig und
fürsorglich geht es den Kleinen hervorragend.
Seit drei Wochen schauen regelmäßig unsere drei neuen
"Gartenbewohner" in die Stallboxen und lassen sich auch
manchmal von meinem Zuchtrammler Caruso jagen. Es sind Agate, Trudie
und Prillan, unsere Welsumer Zwerghühner. Manchmal brauche
ich eine kleine Beschäftigung nebenbei.
Ende August hat mich wieder einmal der Akkuschrauber dazu gebracht,
die Ställe weiter auszubauen. Drei vorhandene Boxen werden
durch Nistkammern erweitert. Somit wurden diese Boxen von 60 x 60
cm auf 100 x 60 cm vergrößert.
In einem Wurf von Mona und Caruso ist eine Häsin gefallen,
deren Farbe ich nicht bestimmen konnte. Mit Hilfe von Tanja Hach
konnte ich dann 1 + 1 = 2 zusammenrechnen und dies ergab die Farbe
blau marder. Sie ist recht selten und daher hatte ich nicht mit
ihr gerechnet.
Mitte September hatte ich noch zwei Würfe bei den Weisgrannen
havanna bevor die jährliche Zuchtpause anfing. Im September
haben die Hühner angefangen Eier zu legen, nicht ins Nest,
sondern irgendwo ins Blumenbeet. Mein tägliches Eiersuchen
entspricht so gar nicht dieser Jahreszeit. Mein Akkuschrauber ist
kaputt. Ich muss mir einen neuen zu Weihnachten wünschen.
Ende Oktober ist es nebelig und kalt. Die richtige Jahreszeit um
eine Doppel - Runde Stroh auszugeben.
Alle Tiere wurden bis Ende Oktober geimpft. Dieses Jahr —
wie üblich — gegen RHD und zum ersten Mal auch gegen
Myxomatose.
Im Sommer sind einige Zuchten im Rheinland durch Myxomatose arg
gebeutelt worden. Ich selbst hatte zum Glück keine Erkrankungen,
und falls der Winter wieder so warm sein sollte, möchte ich
meine Tiere vor der Übertragung dieser Krankheit durch Mücken
schützen.
Ich behalte einige Jungtiere aus diesem Jahr:
0.2 Wgr. havanna und 1.4 NHD ST.
Von Marion Otto habe ich eine 0.1 NHD thüringer bekommen (Tochter
von Tonks) und von Tanja Hach eine erfahrene Zuchthäsin in
braun marderfarben.
Herzliche Dank Ihr Lieben.
Ich habe mir einen neuen Zuchtrammler dazu gekauft. Er ist braun
marderfarben und ein schöner kleiner Kerl. Zwei weitere Hühner
sind ebenfalls dazu gekommen. Sie sollen auf den Namen Coco (Zwerg-Welsumer)
und Grete (Zwerg New Hampshire) hören.
Im Dezember habe ich noch einen Stall mit drei Boxen dazu bekommen.
Die Boxen sind 70 x 60 cm groß und stehen jetzt in einer Ecke
und warten auf den Frühling. Erst wenn der Garten trocken genug
ist und sich mein Geschenkwunsch zu Weihnachten (einen neuen Akkuschrauber)
erfüllt, kann ich wieder loslegen mit der Bauerei.
Die Hühner sollen dann auch ein eigenes Freigehege bekommen,
der Rasen leidet doch sehr im Winter.
Bei den weisgrannen havanna Nachzuchten habe ich ein Tier mit einer
weissen Pfote entdeckt. Ist mir bis jetzt absolut nicht aufgefallen.
Leider habe ich jetzt ein Tier zu wenig für meine Zuchtplanung
im nächsten Jahr.
Mitte Dezember haben mir die Heizplatten zwei Würfe gerettet.
Es wurde sehr kalt. Heute, am 18.12., haben wir sogar Dauerfrost.
Sogar die Heizplatte für die Hühnertränke wird bei
den Kaninchen eingesetzt. Bei den Hühnern ist es warm genug.
Wenn es so kalt bleibt, habe ich bald wieder jeden Tag die Tränken
zum Auftauen in der Badewanne liegen.
Ein Zuchtjahr geht zu Ende und ich habe mal unsere
Tiere gezählt:
20 Kaninchen (5.15)
5 Hühner (0.5)
2 Katzen (0.2)
Das Aquarium im Kinderzimmer lass ich jetzt mal weg, darum muss
ich mich nicht kümmern, das machen die Jungs.
Einige Besucher dieser Seite wissen von der geistigen Behinderung
meines jüngsten Sohnes. In unserem Bemühen, ihn ganzheitlich
zu fördern, haben unsere Tiere mittlerweile ihren eigenen Platz.
Mit meiner Hilfe kümmert er sich um unsere
Hühner. So werden natürlich seinen Lieblingshühnern
(Agate und Coco, die sich gerne von ihm streicheln lassen) jedes
gelegte Ei zugeordnet. Die anderen Hühner legen also niemals
Eier.
Drei Häsinnen aus meiner Zucht steht schon fast das Prädikat
"Therapiekaninchen" zu.
Somit herzlichen Dank an Minna, Mona und Dottie.
Auch andere behinderte Kinder erfreuen sich an eurem Charakter.
Und natürlich, Olivia (Britisch Kurzhaar) und Lilly Pola (Orientalisch
Kurzhaar), unsere Katzen. Sie helfen ihm ebensfalls die Welt zu
begreifen.
Ein Gutes Jahr 2008 wünsche ich allen Besuchern dieser Seite.
Mögen Eure Wünsche wahr werden.
Eure Sabine Kühl
Zuchtjahr 2008
Am 12. Januar 2008 fing das Züchter-Jahr mit
dem Besuch der Landesschau in Rheinberg an. Dort habe ich mich mit
einem Zuchtkollegen aus den Niederlanden getroffen. Wie schon im
Sommer besprochen, habe ich zwei sehr schöne Häsinnen
von ihm bekommen. Ich nenne sie Luna und Kitty und freue mich sehr
über die beiden. Es sind zwei sehr schöne Farbenzwerge
weisgrannen havanna.
Im sehr kalten Februar habe ich am Laptop (vorm Kaminofen) gesessen
und in Excel eine Datenbank angelegt. Ich bin teilweise ziemlich
verzweifelt, weil ich so etwas vorher noch nie gemacht habe. Aber
es funktioniert. Nun kann ich zu jedem Tier das bei mir gezogen
wurde (oder wird) auf Knopfdruck einen Stammbaum abrufen.
Kleinere Excel-Probleme habe ich mit meiner unschlagbaren PC-Bauernschläue
kompensiert und ein Fachmann lacht sich wahrscheinlich schlapp.
Egal, es zählt der Ausdruck und der stimmt erstaunlicherweise.
Die ersten Würfe liegen im Februar in den Nestern und ich
bin sehr stolz auf meinen Kaninchendamen. Sie machen es alle sehr
gut. Auch Delilah hat ihren ersten Wurf großgezogen und macht
es toll. Ich brauche nur regelmäßig die dicken Bäuche
der Babys zu kontrollieren.
Im Frühling wurden so viele Kaninchen geboren, dass ich schon
Mitte Mai vier Häsinnen für das Zuchtjahr 2009 ausgesucht
habe. Die Nachzuchten sind einfach wunderschön. Delilah hat
eine sehr schöne Satin-Häsin in blau von Otto II bekommen.
Marion Otto hat mir Aragon, einen tollen NHD in sallander ausgeliehen.
Gleichzeitig konnte ich eine meiner Häsinnen von ihrem Joda
decken lassen. Vielen Dank.
Das Hagelunwetter Ende Mai hat zwar mein Auto demoliert, das
Dach vom Stall hat zum Glück nichts abbekommen. Das Unwetter
ist von Süd-Ost gekommen, und da steht nunmal unser Wohnhaus
vor dem Stall. Ansonsten wäre das Dach ziemlich gelöchert
gewesen, so wie die Rollladen unserer Nachbarn.
Meine Mitgliedschaft im Kaninchenzuchtverein Anfang Juni habe ich
aufgegeben. Die Erwartungen des Vereins kann ich zeitlich nicht
erfüllen und mein schlechtes Gewissen gegenüber dem Verein
wurde immer größer.
Ich werde nur wenige Farbenzwerge behalten. An dem Farbschlag weisgrannen
weiter zu arbeiten und im Verein aktiv zu sein muss leider etwas
verschoben werden. Die vielen Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte
mit meinen Söhnen lassen mir leider nicht die Zeit.
Ich werde auch einige NHD-Zuchttiere abgeben. Mit der Zucht
ganz aufhören werde ich nicht, 50% der Ställe bleiben
besetzt.
Im Juni habe ich Besuch aus den Niederlanden bekommen. Ein befreundeter
Züchter hat sich einige von meinen Farbenzwergen für seine
Zucht ausgesucht. Anstelle von Blumen hat er mir eine wunderschöne
kleine NHD Häsin mitgebracht. Ich werde Sie Vita nennen, nach
der englischen Schriftstellerin Vita Sackville-West. Zum Glück
ist da noch ein Ställchen frei...
Marcy hat im Ende Juni wunderschöne Babys von Joda bekommen.
Zwei Häsinnen werde ich behalten. Ich werde sie Jackie und
Joon nennen.
Im September habe ich drei Häsinnen aus anderen Zuchten
dazu genommen. Andie (blau-weiss VST Schecke) Sally (sallander VST)
aus der Zucht von Marion Otto und Lizzie (separator) aus der Zucht
von Damian Otte. Somit gehe ich mit 3.10 Nachzuchten aus diesem
Jahr in den Winter. Es sind alles wunderschöne und sehr liebe
Tiere. Dieses Jahr habe ich schon jetzt mein Zuchtziel erreicht:
Ich wollte meine Linie ausdünnen und mehr auf die Körperform
bei den Tieren achten.
Dieses Jahr wird mein ganzer Bestand schon Ende September geimft,
da einige Häsinnen Zuchtpause haben und bei so vielen Jungtieren
möchte ich auch nicht unnötig warten.
In den Herbstferien habe ich eine so große Nachfrage nach
Ferienpflegeplätzen, dass einige Kaninchen ihren eigenen Stall
mitbringen müssen.
Der Oktober steht im Zeichen der Wintervorbereitung. Die Ställe
erhalten ein Grundreinigung, die Heizplatten werden überprüft
und repariert, Stroh wird großzügig verteilt. Ein einzelnes
Jungtier ist in der ersten Woche gestorben, den anderen Würfen
geht es trotz der späten Jahreszeit sehr gut.
Jetzt im November ist es kalt und es schneit. Die Tiere bekommen
zusätzlich Möhren und Äpfel. Der zweite Strohballen
ist schon fast alle. Füttern und Versorgen der Tiere bei der
Kälte ist genau so doof wie Ausmisten bei Affenhitze. Mir kann
man es beim Thema Wetter und Temparaturen leider nur bedingt recht
machen.
Ein Teil meiner Häsinnen ist von September bis Januar in der
Zuchtpause. Die anderen Häsinnen bekommen von Dezember bis
März keine Jungen. Mal sehen wie der Winter wird...
Mitte Dezember habe ich 1.2 NHD satin Jungtiere von Familie
Gilges übernommen. Sie stammen aus einer Verpaarung von zwei
Zuchttieren, die ich 2007 und 2008 abgegeben habe. Es sind niedliche
Jungtiere und ich habe sie jetzt erstmal im Alter von sechs Wochen
bekommen. Jetzt ist Geduld gefragt wie sie sich entwickeln.
Das Wetter ist etwas wärmer geworden, wie jedes Jahr vor Weihnachten.
Jetzt ist es nicht mehr kalt beim Versorgen der Tiere sondern nass.
Führterlich, wenn einem der Regen in den Nacken tropft. Falls
ich dies an dieser Stelle schon einmal erwähnt haben sollte,
sorry. Im nächsten Jahr wird es bestimmt besser — oder
auch nicht.
Ich wünsche allen Freunden und Besuchern tolle Weihnachtsgeschenke,
ruhige Weihnachtstage und ein gesundes Jahr 2009.
Eure Sabine Kühl
Zuchtjahr 2009
Das Jahr 2009 beginnt mit eisigem Frost. Meine neue
Aufgabe, zweimal täglich: Tränken auftauen. Meine Familie
freut sich zwischendurch wenn die Dusche mal frei ist. Am Außenstall
waren es in der Nacht vom 6.1 auf den 7.1.2009 -13,5 Grad.
Am 6. Januar habe ich meinen Zuchtkollegen in der Nähe von
Eindhoven besucht. Zurück gekommen bin ich mit wunderschönen
Rammlern. Ich hatte geplant nach Utrecht zur Kleintierexpo zu fahren
um gute NHD Rammler zu bekommen. Das kann ich mir jetzt zum Glück
sparen.
Am 11. Januar war wieder Landesschau in Rheinberg. Leider hatte
ich nur kurz Zeit da ich an diesem Tag noch arbeiten musste. Also
bin ich sehr früh gefahren, habe mir die Tiere angeschaut und
Zubehör gekauft. Es lohnt sich wirtklich auf solch eine große
Schau zu fahren. Allein die Farben der Kaninchen mal live zu sehen
ist super.
Heute am 17.01.2009 lag sogar etwas Frühlingsluft in meinem
Garten. Ich habe die Chance genutzt um die Ställe gründlich
zu reinigen. Habe Jungtiere die langsam geschlechtsreif werden getrennt
und nochmals sämtliche Tränken und Näpfe gespült.
Da ich einen doppelten Besatz für Tränken und Futternäpfe
habe war dies ziemlich viel Arbeit.
Von Ende Januar bis zum 21. Februar war ich mit unserem jüngsten
Sohn zur Kur in Monschau. In dieser Zeit hat sich mein Mann um die
Kaninchen gekümmert. Er hat dies super gemacht. Ohne seine
Hilfe hätte ich nicht fahren können. Jetzt bin ich erholt
und ausgeruht und freue mich schon darauf in den nächsten Tagen
neue Fotos von den Jungtieren zu machen.
Im März habe ich mich entschlossen die letzten Farbenzwerge
abzugeben.
Nun habe ich meinen gesamten Bestand auf rein gezogene NHDs umgestellt.
Der Niederländische NHD - Club (Nederlandse Hangoor Dwergen
Club) hat mich als Mitglied aufgenommen.
Eine Häsin, (Joon, thüringerfarben) die im letzten Jahr
geboren wurde, hat ihren ersten Wurf bekommen. Leider hat sie kein
richtige Nest gebaut und ich musste den Wurf einer anderen Häsin
unterschieben. Es ist immer wichtig unerfahrene und erfahrene Häsinen
zeitgleich decken zu lassen. Somit hat man eine Amme wenn es nicht
gut klappt.
Es ist sehr kalt im März und ich hoffe ich kann die Heizungen
bald abbauen.
Im April ist dann kein Aprilwetter mehr sondern
fast schon Sommer. Wann bitte war Frühling?
Da es im März so kalt war habe ich mit dem nächsten Würfen
gewartet. Ich habe in dieser Zeit den Bestand impfen lassen und
die Häsinen wurden erst wieder Ende März gedeckt.
Es sind zwei Häsinen dabei die zum ersten mal Junge erwarten.
Anfang Mai war es dann soweit, 24 Jungtiere wurden geboren. Ich
bin mit der Arbeit gar nicht mehr nachgekommen. Ich habe einige
der Nachzuchten behalten, dafür gehen drei NHD Damen in den
Ruhestand.
Auch Zuchtkolleginnen haben Jungtiere übernommen bzw. mit
mir getauscht. Ein solches wunderschönes "Tauschobjekt"
ist Violet. Ein Häsin von der ich mir im nächsten Jahr
viel verspreche.
Im Juni habe ich mich entschlossen weitere Zuchttiere abzugeben.
Ich werde auf 4.8 reduzieren müssen. Wieviel Nachzuchten ich
behalten werde muss ich noch schauen, bis jetzt sind es 1.4 Jungtiere.
Für die zweite Jahreshälfte plane ich nur noch wenige
Würfe, denn die bisherigen Nachzuchten sind sehr schön.
Am 25. Juli 09 wurde der 100.000 Besucher auf meiner Internetseite
gezählt!
Wie ich aus verschiedenen Gesprächen erfahren habe sind einige
davon sehr regelmäßige Besucher. Genau diese Besucher
grüße ich jetzt hier.
Herzlichen Dank!
Ende Juli habe ich erfahren das Bert Gerrits aus Eindhoven am 13.7.09
verstorben ist. Ich habe ihn im Januar getroffen als ich mir den
Zuchtrammler Tipps (NHD 1.0 madagascar /thüringer) aus seiner
Zucht aussuchen durfte. Damals hatte ich die Gelegenheit eine über
Jahre aufgebaute, hervoragende NHD - Zucht anzuschauen. Die Nachricht
von seinem Tod hat mich bewegt.
Im August habe ich keine Verpaarungen vorgenommen. Wegen den
anstehenden Impfungen habe ich eine Zuchtpause eingelegt. Laut Impftsoff
- Beipackzettel macht es zwar nicht aus wenn eine Häsin trächtig
ist oder gerade Junge säugt, aber ich halte nichts davon in
diese Zeit hinein zu impfen. Da ja alles geplant werden kann verhindere
ich dies immer. Die Belastungen für meine Tiere -falls doch
mal eine Impfreaktion sein sollte- sind mir zu groß.
Umfangreiche Umbauarbeiten an meinen Ställen haben mich Anfang
September zur Stichsäge greifen lassen. Da ich einige Tiere
aus der Zucht abgegeben habe sind nun die Boxen frei geworden. Ich
habe jeweils zwei Boxen miteinander verbunden und teilweise noch
Kammern angebaut. Somit hat jedes Tier jetzt eine Mindesstallgröße
von 100 x 60. Die Maximalgröße besträgt 170 x 60
cm. Dadurch habe ich jetzt "nur" noch 19 Boxen aber es
ist eine ganz andere Qualität. Dies hat natürlich Auswirkungen
auf die Möglichkeit Feriengäste aufzunehmen, denn die
ist jetzt arg begrenzt. Ich habe dadurch auch meine Notfall- und
Karantäneboxen von 6 auf 3 reduziert.
Von Zeit zu Zeit machen mir handwerklich Aktivitäten sehr
viel Spaß und da ich, bei diesem schönen Spätsommerwetter,
gar nicht aufhören kann zu werkeln wird der Stall im Garten
angestrichen.
Auf meiner letzten Gartenreise in England (diesmal war es East
Anglia) habe ich darauf geachtet wie schön mit lackierten Elementen
im Garten gearbeitet werden kann. Als Mutter von drei Kindern kann
ich natürlich so viel Fläche nicht auf einmal pinseln,
also wird alles in meiner geduldigen "Stop and Go" - Manier
etwas dauern. Nebenan zeigen Bilder den Fortschritt, jeweils nach
fünf Tagen.
Im Oktober bin ich mit meiner Zuchfreundin Marion Otto in die
Niederlande gefahren. Dort haben wir uns zwei Zuchten angeschaut.
Wir waren bei Piet van Beers. Er hat sich sehr viel Zeit genommen
und uns seine Zucht ausführlich gezeigt. Es entstand eine offene
und herzlich Diskussion über die NHD Zucht in den Niederlanden.
Dies war natürlich interessant und sehr lehrreich. Es zeigte
sich deutlich wo der Unterschied zwischen unseren NHD und denen
der Niederländer liegt. Für mich habe ich folgende wichtigen
Informationen gewonnen:
1.) In Deutschland sind NHD oft zu leicht im Gewicht und zu lang
im Rücken. Ein kurzer, runder Rücken und dann ein Gewicht
von 1.400 - 1.600g sind anzustreben.
2.) Der Brustbereich muss breiter werden. Ebenso muss die hintere
Partie breiter ausfallen (wenn man von oben auf den Rücken
schaut).
Der ganze Ausflug hat 12 Stunden gedauert und ist mit einem Kurs
in Sachen NHD zu vergleichen.
Das Wetter im Dezember erinnert an den Anfang des Jahres: Kälte
und Schnee. Zum Glück liegen keine Jungtiere in den Nestern
denn die jahreszeitliche Zuchtpause hat schon Anfang September begonnen.
Alle Tränken sind eingefrohren. Dafür bekommen die Tiere
reichlich Äpfel, Möhren und Rote Beete. Damit ist eine
ausreichende Flüssigkeitsaufnahme gewährleistet. Die ersten
Strohballen sind schon verbraucht. Bei minus -13 wird immer nur
sauberes Stroh obenauf gelegt, wenn es taut wird dann der Stall
komplett gemistet.
Die Stille die der Schneefall verursacht lässt mich nachdenklich
auf das Jahr zurück blicken. Es hat sich einiges geändert,
die Ställe sind wesentlich größer geworden. Die
Nachzuchten aus diesem Jahr sind vielversprechend.
Das Jahr 2010 wird bestimmt interessant und ich freue mich darauf.
Doch vorher feiern wir das Weihnachtsfest und ich Grüße
alle Besucher.
"Ehre sei Gott in der Höhe und
Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens."
Eure Sabine Kühl
Zuchtjahr 2010
Zuchtjahr 2010
Es ist so kalt, das fast alle Heizungen in den Nistkästen
in Betrieb sind. Der Winter hält an und das Ausmisten der Ställe
ist Knochenarbeit, denn das schmutzige Einstreu ist festgefroren.
Zum ersten Mal wurden bei mir Kaninchenbabys am 1. Januar geboren.
Dottie hat einen Wurf mit vier Jungtieren bekommen.
Die Tiere bekommen im Winter besonders viel Möhren, Rote Beete
und Äpfel. Die Tränken sind bei Dauerfrost keine Hilfe.
Auf dem ersten Foto ist Bold, ein niedlicher Rammler in separator
- weiss Mantelschecke. Hier kann man sehr gut die Färbung durch
die Möhren erkennen. Rote Beete sieht auch toll aus, gab es
aber nicht als das Foto gemacht wurde.
Dieses Jahr werde ich leider die Landsschau in Rheinberg nicht
besuchen können. Es ist soviel Schnee gefallen das ich die
weite Strecke nicht fahren möchte.
Am 6. Februar habe ich mir bei Peet van Geers in der Nähe
von Tilburg einen sehr schönen isabellfarbenen Rammler abgeholt.
Ich werde weiterhin die "alten" Farben züchten. Sie
gefallen mir so gut.
O.k. der Winter ist kalt und lang, das wissen wir ja jetzt.
Dann kommt so ein blöder Sturm und zieht die Dachpappe vom
Kaninchenstall ab. Die Hühner waren zum Glück im Hühnerstall
eingesperrt.
Hätten die das mitbekommen, sie hätten bestimmt die Eierlegerei
eingestellt.
Das Dach wurde vom Fachmann repariert. Bei dem (jetzt mal wieder
saukaltem) Wetter hatte ich keine Lust diese Billig-Dachpappe aus
dem Baumarkt zu verarbeiten. Sieht schön aus, wenn man drauf
achtet.
Die Häsinen sind alle Frühlingswild und ich bin froh,
dass ich vor einigen Jahren Heizungen eingebaut habe. Zwei Böckchen
sind schon im Fellwechsel und ich hoffe dies bedeutet: Frühling!
Ich schau jeden Tag bei www.dwd.de
nach, aber dadurch wird es auch nicht wärmer. Die sagen auch
nix genaues dazu.
Na nun ist es im April doch noch wärmer geworden und meine
Häsinen haben viele Junge bekommen. Maggie hat sogar acht Babys
im Nest liegen. Ein Jungtier habe ich einer anderen Häsin untergeschoben
und ich hoffe die sieben verbliebenen Tierchen bekommen genug Milch.
Am 15. Lebenstag des großen 8er Wurfes habe ich mich entschlossen
bei einem der Babys (isabell weiss) zuzufüttern. Es ist kleiner
und magerer als die anderen und auch nicht so aktiv.
Ich fütter mit Katzenmilch 2 x 1 ml pro Tag zu. Es nimmt die
Milch gierig an. Leider ist es jedoch am nächsten Tag gestorben.
Die anderen Jungtiere entwickeln sich sehr schön.
Erstmals haben wir auch junge Kücken. Eine Hennen fing
an zu brüten und am 17./18. April schlüpften 2 Kücken.
Zwei Eier liegen noch im Nest, mal schauen ob es noch mehr werden.
Da ich selbst keinen Hahn halten kann, habe ich mir Eier von einer
Freundin geholt und sie der Henne untergeschoben. Das wird lustig,
meine Zwerg - Australorpshenne zieht jetzt riesige Hühner groß
(Rasse kenne ich nicht, muss ich nochmal nachfragen, wahrscheinlich
Hybrid-Geflügel).
Am 2. Mai habe ich Dottie abgegeben, sie ist nun im Ruhestand.
Sie hat ein wunderbares Zuhause gefunden und wird mit einem kastriertem
Böckchen und ganz viel Platz leben.
Die Nachzuchten dieses Jahr sind besonders schön, ich kann
mich gar nicht entscheiden wieviele ich behalten soll. Zur Zeit
sind es erstmal 11 Jungtiere die bleiben werden. Der kalte Mai sorgt
allerdings dafür das die Ohren nicht so schön fallen.
Dabei gibt es doch schon genug Tiere mit "Winterohren".
Um im Juli meine Tiere vor der Hizte zu schützen gab es
jeden Tag zwischen 11 und 17 Uhr Auslauf satt. Unter einer großen
Hortensie lässt es sich gut entspannnen.
Ende Juli haben wir ein wenig die Ställe umgebaut. Nun sind
drei Boxen durch zusätzliche Nisträume noch größer
geworden.
Wie viele andere Züchter auch, hatte auch ich Besuch vom Kreisveterinäramt.
Es wurde nichts beanstandet. Einige Dinge, wie z.B. die Sitzbretter
in jeder Box, die Nistkästen zwischen den Boxen, usw., haben
der Amtstierärztin gefallen.
Bis September habe ich meinen Bestand für das nächste
Zuchtjahr auf 4.9 Tiere reduziert.
Die Futterkosten sind dieses Jahr enorm. Noch gibt es keine Futtermöhren
bei meinem Händler und ich kaufe täglich bei unserem Supermarkt
für die Kaninchen Frischfutter ein.
Im November habe ich die letzten Jungtiere abgegeben und natürlich
auch welche für mich behalten. Einen jungen Bock in havanna
weiss Mantelschecke habe ich von Tanja Hach bekommen. Vielen Dank.
Ich habe auch eine Nachricht von Dottie, meiner Lieblingshäsin
die ich dieses Jahr aus der Zucht genommen habe, bekommen. Unter
kann man sehen was eine NHD Häsin so drauf hat. Das andere
Kaninchen im Film ist Moppel, ein Löwenköpfchen, der sie
zuhause aufgenommen hat.
Der Schnee und die Kälte fangen dieses Jahr schon sehr
früh an zu nerven, obwohl..... es ja nichts lustigeres gibt,
als Hühner die im Schnee unterwegs sind. Wenn die Küken
hinter der Mutter versinken und immer wieder hopsen müssen
um weiter zu kommen sieht das arg komisch aus. Manchmal hält
der Schnee, manchmal bricht er halt ein. Aber im Stall, der sauber
und trocken ist, wollen sie ja nicht bleiben.
Ich habe einfach allen Kaninchen die einzeln sitzen eine Heizplatte
angemacht, die anderen müssen kuscheln damit es warm wird.
Ich wünsche allen Besuchern meiner Internetseite ruhige Festtage,
einen guten Übergang ins neue Jahr und Viel Glück