| Das Jahr 2009 beginnt mit eisigem Frost. Meine neue
Aufgabe, zweimal täglich: Tränken auftauen. Meine Familie
freut sich zwischendurch wenn die Dusche mal frei ist. Am Außenstall
waren es in der Nacht vom 6.1 auf den 7.1.2009 -13,5 Grad.
Am 6. Januar habe ich meinen Zuchtkollegen in der Nähe von
Eindhoven besucht. Zurück gekommen bin ich mit wunderschönen
Rammlern. Ich hatte geplant nach Utrecht zur Kleintierexpo zu fahren
um gute NHD Rammler zu bekommen. Das kann ich mir jetzt zum Glück
sparen. |
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Am 11. Januar war wieder Landesschau in Rheinberg. Leider hatte
ich nur kurz Zeit da ich an diesem Tag noch arbeiten musste. Also
bin ich sehr früh gefahren, habe mir die Tiere angeschaut und
Zubehör gekauft. Es lohnt sich wirtklich auf solch eine große
Schau zu fahren. Allein die Farben der Kaninchen mal live zu sehen
ist super.
Heute am 17.01.2009 lag sogar etwas Frühlingsluft in meinem
Garten. Ich habe die Chance genutzt um die Ställe gründlich
zu reinigen. Habe Jungtiere die langsam geschlechtsreif werden getrennt
und nochmals sämtliche Tränken und Näpfe gespült.
Da ich einen doppelten Besatz für Tränken und Futternäpfe
habe war dies ziemlich viel Arbeit. |
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| Von Ende Januar bis zum 21. Februar war ich mit unserem jüngsten
Sohn zur Kur in Monschau. In dieser Zeit hat sich mein Mann um die
Kaninchen gekümmert. Er hat dies super gemacht. Ohne seine
Hilfe hätte ich nicht fahren können. Jetzt bin ich erholt
und ausgeruht und freue mich schon darauf in den nächsten Tagen
neue Fotos von den Jungtieren zu machen. |
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| Im März habe ich mich entschlossen die letzten Farbenzwerge
abzugeben.
Nun habe ich meinen gesamten Bestand auf rein gezogene NHDs umgestellt.
Der Niederländische NHD - Club (Nederlandse Hangoor Dwergen
Club) hat mich als Mitglied aufgenommen.
Eine Häsin, (Joon, thüringerfarben) die im letzten Jahr
geboren wurde, hat ihren ersten Wurf bekommen. Leider hat sie kein
richtige Nest gebaut und ich musste den Wurf einer anderen Häsin
unterschieben. Es ist immer wichtig unerfahrene und erfahrene Häsinen
zeitgleich decken zu lassen. Somit hat man eine Amme wenn es nicht
gut klappt.
Es ist sehr kalt im März und ich hoffe ich kann die Heizungen
bald abbauen. |
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| Im April ist dann kein Aprilwetter mehr sondern
fast schon Sommer. Wann bitte war Frühling?
Da es im März so kalt war habe ich mit dem nächsten Würfen
gewartet. Ich habe in dieser Zeit den Bestand impfen lassen und
die Häsinen wurden erst wieder Ende März gedeckt.
Es sind zwei Häsinen dabei die zum ersten mal Junge erwarten.
Anfang Mai war es dann soweit, 24 Jungtiere wurden geboren. Ich
bin mit der Arbeit gar nicht mehr nachgekommen. Ich habe einige
der Nachzuchten behalten, dafür gehen drei NHD Damen in den
Ruhestand.
Auch Zuchtkolleginnen haben Jungtiere übernommen bzw. mit
mir getauscht. Ein solches wunderschönes "Tauschobjekt"
ist Violet. Ein Häsin von der ich mir im nächsten Jahr
viel verspreche. |
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Im Juni habe ich mich entschlossen weitere Zuchttiere abzugeben.
Ich werde auf 4.8 reduzieren müssen. Wieviel Nachzuchten ich
behalten werde muss ich noch schauen, bis jetzt sind es 1.4 Jungtiere.
Für die zweite Jahreshälfte plane ich nur noch wenige
Würfe, denn die bisherigen Nachzuchten sind sehr schön.
Am 25. Juli 09 wurde der 100.000 Besucher auf meiner Internetseite
gezählt!
Wie ich aus verschiedenen Gesprächen erfahren habe sind einige
davon sehr regelmäßige Besucher. Genau diese Besucher
grüße ich jetzt hier.
Herzlichen Dank!
Ende Juli habe ich erfahren das Bert Gerrits aus Eindhoven am 13.7.09
verstorben ist. Ich habe ihn im Januar getroffen als ich mir den
Zuchtrammler Tipps (NHD 1.0 madagascar /thüringer) aus seiner
Zucht aussuchen durfte. Damals hatte ich die Gelegenheit eine über
Jahre aufgebaute, hervoragende NHD - Zucht anzuschauen. Die Nachricht
von seinem Tod hat mich bewegt.
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| Im August habe ich keine Verpaarungen vorgenommen. Wegen den
anstehenden Impfungen habe ich eine Zuchtpause eingelegt. Laut Impftsoff
- Beipackzettel macht es zwar nicht aus wenn eine Häsin trächtig
ist oder gerade Junge säugt, aber ich halte nichts davon in
diese Zeit hinein zu impfen. Da ja alles geplant werden kann verhindere
ich dies immer. Die Belastungen für meine Tiere -falls doch
mal eine Impfreaktion sein sollte- sind mir zu groß.
Umfangreiche Umbauarbeiten an meinen Ställen haben mich Anfang
September zur Stichsäge greifen lassen. Da ich einige Tiere
aus der Zucht abgegeben habe sind nun die Boxen frei geworden. Ich
habe jeweils zwei Boxen miteinander verbunden und teilweise noch
Kammern angebaut. Somit hat jedes Tier jetzt eine Mindesstallgröße
von 100 x 60. Die Maximalgröße besträgt 170 x 60
cm. Dadurch habe ich jetzt "nur" noch 19 Boxen aber es
ist eine ganz andere Qualität. Dies hat natürlich Auswirkungen
auf die Möglichkeit Feriengäste aufzunehmen, denn die
ist jetzt arg begrenzt. Ich habe dadurch auch meine Notfall- und
Karantäneboxen von 6 auf 3 reduziert. |
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Von Zeit zu Zeit machen mir handwerklich Aktivitäten sehr
viel Spaß und da ich, bei diesem schönen Spätsommerwetter,
gar nicht aufhören kann zu werkeln wird der Stall im Garten
angestrichen.
Auf meiner letzten Gartenreise in England (diesmal war es East
Anglia) habe ich darauf geachtet wie schön mit lackierten Elementen
im Garten gearbeitet werden kann. Als Mutter von drei Kindern kann
ich natürlich so viel Fläche nicht auf einmal pinseln,
also wird alles in meiner geduldigen "Stop and Go" - Manier
etwas dauern. Nebenan zeigen Bilder den Fortschritt, jeweils nach
fünf Tagen. |
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Im Oktober bin ich mit meiner Zuchfreundin Marion Otto in die
Niederlande gefahren. Dort haben wir uns zwei Zuchten angeschaut.
Wir waren bei Piet van Beers. Er hat sich sehr viel Zeit genommen
und uns seine Zucht ausführlich gezeigt. Es entstand eine offene
und herzlich Diskussion über die NHD Zucht in den Niederlanden.
Dies war natürlich interessant und sehr lehrreich. Es zeigte
sich deutlich wo der Unterschied zwischen unseren NHD und denen
der Niederländer liegt. Für mich habe ich folgende wichtigen
Informationen gewonnen:
1.) In Deutschland sind NHD oft zu leicht im Gewicht und zu lang
im Rücken. Ein kurzer, runder Rücken und dann ein Gewicht
von 1.400 - 1.600g sind anzustreben.
2.) Der Brustbereich muss breiter werden. Ebenso muss die hintere
Partie breiter ausfallen (wenn man von oben auf den Rücken
schaut).
Der ganze Ausflug hat 12 Stunden gedauert und ist mit einem Kurs
in Sachen NHD zu vergleichen. |
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Das Wetter im Dezember erinnert an den Anfang des Jahres: Kälte
und Schnee. Zum Glück liegen keine Jungtiere in den Nestern
denn die jahreszeitliche Zuchtpause hat schon Anfang September begonnen.
Alle Tränken sind eingefrohren. Dafür bekommen die Tiere
reichlich Äpfel, Möhren und Rote Beete. Damit ist eine
ausreichende Flüssigkeitsaufnahme gewährleistet. Die ersten
Strohballen sind schon verbraucht. Bei minus -13 wird immer nur
sauberes Stroh obenauf gelegt, wenn es taut wird dann der Stall
komplett gemistet.
Die Stille die der Schneefall verursacht lässt mich nachdenklich
auf das Jahr zurück blicken. Es hat sich einiges geändert,
die Ställe sind wesentlich größer geworden. Die
Nachzuchten aus diesem Jahr sind vielversprechend.
Das Jahr 2010 wird bestimmt interessant und ich freue mich darauf.
Doch vorher feiern wir das Weihnachtsfest und ich Grüße
alle Besucher.
"Ehre sei Gott in der Höhe und
Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens."
Eure Sabine Kühl
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